Exkursion zu Zieseln, Hochmoor und Wildblumenwiese

Sonnenbogen_
Ziesel 01
Ziesel 02
Ziesel 03
Ziesel 04
Ziesel 05
Ziesel 06
Ziesel 07
Ziesel 09
Ziesel 08

31.06.2019: Gemeinsam mit dem Naturexperten Lothar Andrä und anderen Naturfreunden unternahm ich heute eine Exkursion ins Erzgebirge. Zunächst führte uns der Weg über die tschechische Grenze ins Böhmische Mittelgebirge. An den südlichen Hängen des durch vulkanische Aktivitäten entstandenen Berges Raná nahe der gleichnamigen Stadt begegneten wir in einer wunderbaren Naturkulisse den tagaktiven Zieseln.
Die Nagetiere gehören zur Familie der Hörnchen und haben ihr Hauptvorkommen in den südosteuropäischen Steppen. Als Rarität findet sich im Nationalen Naturreservat am Raná die absolut nördlichste Population dieser Art.
Die (incl. Schwanz) ca. 24-30 cm großen Europäischen Ziesel leben in Erdbauten und ernähren sich von Grünpflanzen, Blüten und Samen, aber auch Wurzen, Knollen, Zwiebeln, Insekten und Regenwürmern. Sie halten einen mehrmonatigen Winterschlaf.
Doch nun waren sie überaus munter und überraschend wenig scheu.

Im Anschluss suchten wir noch das Areal am Geisingberg auf. Am Fusse des nördlichen Ablegers des böhmischen Tertiärvulkanismus erwartete uns eine prachtvolle Wildblumenwiese.

Besonders faszinierte mich hier die gelb-blühende Trollblume aus der Familie des Hahnenfußgewächse mit ihrer 2-3 cm durchmessenden kugeligen Blüte. Aufgrund ihres in Deutschland seltenen Vorkommens gilt sie als gefährdet und steht sie unter Naturschutz.

Auf deutscher Seite besuchten wir das ca. 10.000 Jahre alte Georgenfelder Hochmoor. Das östlichste Kammlagenmoor des Erzgebirges ist eines der ältesten Naturschutzgebiete Sachsens mit einer Vielzahl unter Schutz stehenden Pflanzen.


Ein Bohlenweg führt durch das 875 Meter hoch gelegene Moor. Im Zentrum befindet sich ein großes Vorkommen der Moorkiefer.

Georgenfelder Hochmoor 01
Georgenfelder Hochmoor 02
Georgenfelder Hochmoor 03
Geisingberg 01
Geisingberg 02
Geisingberg 03
Geisingberg 04
Geisingberg 05